Greenpeace fordert: AKW Krümmel darf nicht wieder ans Netz
Pressemitteilung von Greenpeace.de
Greenpeace fordert heute auf einer Pressekonferenz am Atomkraftwerk Krümmel erneut, dass dieses Atomkraftwerk nicht wieder ans Netz gehen darf. Es muss stillgelegt werden. Nach dem Brand am 28. Juni gibt es von der Gesellschaft für Reaktorsicherheit neue Informationen zu Pannen beim Ablauf des Störfalls. Für Greenpeace ergeben sich daraus grundsätzliche Zweifel am Sicherheitsbewusstsein von Vattenfall. Die Umweltorganisation hat deshalb einen umfangreichen Fragenkatalog erstellt, der an die Aufsichtsbehörden im Land Schleswig-Holstein und im Bund geschickt wird.
Auf der Pressekonferenz an Bord des Greenpeace-Schiffes Beluga II beurteilte die Diplom-Physikerin Oda Becker die bisher vorliegenden Informationen so: Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit hat darauf hingewiesen, dass es bei den Störfällen Bedienungsfehler der Betriebsmannschaft gegeben hat. Das lässt Rückschlüsse auf die Sicherheitskultur bei Vattenfall zu. Nach Berechnungen für Greenpeace hat Vattenfall das Personal im AKW Krümmel zwischen 1996 und 2005 um rund zwölf Prozent abgebaut. Darüber hinaus wurde 2006 die Leistung des Kraftwerks um rund sieben Prozent erhöht.
Die Öffentlichkeit kann da mit Recht fragen, ob beim Betreiber die Sicherheit seiner Atomanlagen auf Kosten des Profits geht, sagt Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace. Die bisherigen Informationen führen für Greenpeace zu weiteren Fragen an den Betreiber Vattenfall: Gab es Wartungs- und Überwachungsfehler? Was waren die Ursachen der Bedienungsfehler? Gab es doch Auswirkungen auf die Eigenstromversorgung des Atomkraftwerkes? Welche Rückwirkungen hatte der Brand auf das Kraftwerk?
Zum wiederholten Mal hat Vattenfall die Öffentlichkeit völlig unzureichend informiert, so Breuer. Wer so mit dem Thema Sicherheit umgeht, darf keine Betriebsgenehmigung für seine Atomanlagen behalten. Das Kraftwerk in Krümmel muss abgeschaltet bleiben. Atomkraftwerke sind zu komplex, um sicher betrieben werden zu können."
05 Juli 2007
04 Juli 2007
Was ist im AKW Krümmel wirklich passiert?
Greenpeace protestiert gegen die Informationspolitik von Ministerin Trauernicht
Pressemitteilung von Greenpeace.de
Greenpeace protestiert am Abend in Kiel gegen die unzureichende Informationspolitik der Landesregierung bei den Störfällen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Vor dem für Reaktorsicherheit zuständigen Sozialministerium haben 15 Aktivisten 30 Atommüllfässer vor dem Eingang aufgestellt. Auf einem Transparent steht: AKW Krümmel: Was ist wirklich geschehen? Staatssekretär Dr. Hellmut Körner nahm den Greenpeace-Fragenkatalog für Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) zum Störfäll im Kraftwerk Krümmel entgegen.
Die für die Atomaufsicht zuständige Ministerin soll umgehend beantworten, was bei den Störfällen wirklich passiert ist. Gerade bei der Risikotechnologie Atomkraft hat die Öffentlichkeit ein Recht auf umfassende und schnellstmögliche Information. Noch immer ist unklar, warum das zuständige Ministerium schon am Tag des Brandes mitteilen konnte, dass bei den Störfällen keine Gefahren für Mensch und Umwelt bestanden habe.
Bis jetzt sind Ursache und Auswirkungen der Störfälle nicht vollständig geklärt, sagt Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace. Zum wiederholten Mal hat Vattenfall die Öffentlichkeit völlig unzureichend informiert. Wer so mit dem Thema Sicherheit umgeht, darf keine Betriebsgenehmigung für seine Atomanlagen erhalten. Die Kraftwerke in Krümmel und Brunsbüttel müssen sofort abgeschaltet werden.
In den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel gab es fünf Tage vor dem Energiegipfel in Berlin Unfälle. Der Betreiber Vattenfall hat die Öffentlichkeit zunächst nicht umfassend über die tatsächlich eingetretenen Probleme aufgeklärt.
Ist es wirklich reiner Zufall, dass erst nach dem Energiegipfel in Berlin über das wahre Ausmaß der Störfälle informiert wurde?, fragt Breuer. Dass auch das Reaktorgebäude in Krümmel betroffen war, wurde gestern vom Sozialministerium erst bekannt gegeben, nachdem Vattenfall-Chef Klaus Rauscher das Kanzleramt verlassen hatte.
Pressemitteilung von Greenpeace.de
Greenpeace protestiert am Abend in Kiel gegen die unzureichende Informationspolitik der Landesregierung bei den Störfällen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Vor dem für Reaktorsicherheit zuständigen Sozialministerium haben 15 Aktivisten 30 Atommüllfässer vor dem Eingang aufgestellt. Auf einem Transparent steht: AKW Krümmel: Was ist wirklich geschehen? Staatssekretär Dr. Hellmut Körner nahm den Greenpeace-Fragenkatalog für Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) zum Störfäll im Kraftwerk Krümmel entgegen.
Die für die Atomaufsicht zuständige Ministerin soll umgehend beantworten, was bei den Störfällen wirklich passiert ist. Gerade bei der Risikotechnologie Atomkraft hat die Öffentlichkeit ein Recht auf umfassende und schnellstmögliche Information. Noch immer ist unklar, warum das zuständige Ministerium schon am Tag des Brandes mitteilen konnte, dass bei den Störfällen keine Gefahren für Mensch und Umwelt bestanden habe.
Bis jetzt sind Ursache und Auswirkungen der Störfälle nicht vollständig geklärt, sagt Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace. Zum wiederholten Mal hat Vattenfall die Öffentlichkeit völlig unzureichend informiert. Wer so mit dem Thema Sicherheit umgeht, darf keine Betriebsgenehmigung für seine Atomanlagen erhalten. Die Kraftwerke in Krümmel und Brunsbüttel müssen sofort abgeschaltet werden.
In den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel gab es fünf Tage vor dem Energiegipfel in Berlin Unfälle. Der Betreiber Vattenfall hat die Öffentlichkeit zunächst nicht umfassend über die tatsächlich eingetretenen Probleme aufgeklärt.
Ist es wirklich reiner Zufall, dass erst nach dem Energiegipfel in Berlin über das wahre Ausmaß der Störfälle informiert wurde?, fragt Breuer. Dass auch das Reaktorgebäude in Krümmel betroffen war, wurde gestern vom Sozialministerium erst bekannt gegeben, nachdem Vattenfall-Chef Klaus Rauscher das Kanzleramt verlassen hatte.
03 Juli 2007
Energiegipfel: Merkel darf sich weder Kohle- noch Atomlobby beugen
40 Prozent Treibhausgasreduktion und sofortiger Atomausstieg unverzichtbar
Hamburg, 03.07.2007, veröffentlicht von Greenpeace Redaktion
Greenpeace hat heute Morgen an der Einfahrt des Bundeskanzleramts eine symbolische Barrikade errichtet. Unmittelbar vor Beginn des Energiegipfels schichteten 45 Greenpeace-Aktivisten fünf Tonnen Braunkohle und 40 Atommüllfässer zu einem Wall von knapp zwei Meter Höhe und 20 Meter Länge auf. Greenpeace richtet sich mit einem Transparent an die Bundeskanzlerin: Frau Merkel, stoppen Sie die Kohle- und Atomlobby, schützen Sie das Klima! Die Barrikade symbolisiert, wie massiv die vier großen Energieversorger gegen den Atomausstieg und ambitionierte Klimaschutzziele vorgehen. Die Chefs der Konzerne kommen heute neben Vertretern energieintensiver Betriebe, Unternehmern aus der Branche der Erneuerbaren Energien sowie Fachleuten zum Energiegipfel ins Kanzleramt.
Der Energiegipfel darf kein Ort für überholte Konzepte ewig gestriger Konzernbosse sein, erklärt Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid. Überholt ist zum Beispiel der Neubau von Braunkohlekraftwerken, wie ihn Vattenfall und RWE planen. Oder die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, für die sich alle vier Großen der Energiebranche stark machen. Braunkohlekraftwerke beschleunigen den Klimawandel und Atomkraftwerke produzieren radioaktiven Müll, für den es weltweit kein sicheres Endlager gibt.
Selbst der Energie-Industrie nahe stehende Institute haben für den Energiegipfel 2007 herausgestellt, dass eine Reduzierung von 40 Prozent der Treibhausgase bis 2020 und ein gleichzeitiger Atomausstieg machbar sind. Das ist nachzulesen im Energie-Szenario der Prognos AG und des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln (EWI) mit dem Titel Verstärkter Ausbau Erneuerbarer Energien. Dort steigt der Anteil der Erneuerbaren bis 2020 auf fast 30 Prozent. Dabei werden nicht nur die Klimaschutzziele eingehalten, die Importabhängigkeit von Rohstoffen geht von allen untersuchten Szenarien sogar am stärksten zurück.
Mit Kohle das Klima schützen oder mit alten Atomreaktoren eine zukunftsfähige Energieversorgung aufbauen, ist wie mit Benzin ein Feuer löschen, sagt Karsten Smid. Eine in die Zukunft gerichtete Energiepolitik scheint in Deutschland nur gegen die notorischen Klimaschutzverweigerer der Energiekonzerne RWE, Vattenfall, E.ON und EnBW möglich. Greenpeace fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die Frontalangriffe der Energiebosse jetzt mit einem klaren Bekenntnis zu beantworten: Ja zum Atomausstieg! Und Ja zum Klimaschutzziel von 40 Prozent Reduzierung der Treibhausgase bis 2020.
Die Politik darf sich nicht von den Energiebossen erpressen lassen, sagt Karsten Smid. Die Abhängigkeit der deutschen Politik von den vier großen Energiemonopolisten ist ein weitaus größeres Problem als die auf dem Energiegipfel thematisierte Abhängigkeit von Rohstoffimporten.
Hamburg, 03.07.2007, veröffentlicht von Greenpeace Redaktion
Greenpeace hat heute Morgen an der Einfahrt des Bundeskanzleramts eine symbolische Barrikade errichtet. Unmittelbar vor Beginn des Energiegipfels schichteten 45 Greenpeace-Aktivisten fünf Tonnen Braunkohle und 40 Atommüllfässer zu einem Wall von knapp zwei Meter Höhe und 20 Meter Länge auf. Greenpeace richtet sich mit einem Transparent an die Bundeskanzlerin: Frau Merkel, stoppen Sie die Kohle- und Atomlobby, schützen Sie das Klima! Die Barrikade symbolisiert, wie massiv die vier großen Energieversorger gegen den Atomausstieg und ambitionierte Klimaschutzziele vorgehen. Die Chefs der Konzerne kommen heute neben Vertretern energieintensiver Betriebe, Unternehmern aus der Branche der Erneuerbaren Energien sowie Fachleuten zum Energiegipfel ins Kanzleramt.
Der Energiegipfel darf kein Ort für überholte Konzepte ewig gestriger Konzernbosse sein, erklärt Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid. Überholt ist zum Beispiel der Neubau von Braunkohlekraftwerken, wie ihn Vattenfall und RWE planen. Oder die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, für die sich alle vier Großen der Energiebranche stark machen. Braunkohlekraftwerke beschleunigen den Klimawandel und Atomkraftwerke produzieren radioaktiven Müll, für den es weltweit kein sicheres Endlager gibt.
Selbst der Energie-Industrie nahe stehende Institute haben für den Energiegipfel 2007 herausgestellt, dass eine Reduzierung von 40 Prozent der Treibhausgase bis 2020 und ein gleichzeitiger Atomausstieg machbar sind. Das ist nachzulesen im Energie-Szenario der Prognos AG und des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln (EWI) mit dem Titel Verstärkter Ausbau Erneuerbarer Energien. Dort steigt der Anteil der Erneuerbaren bis 2020 auf fast 30 Prozent. Dabei werden nicht nur die Klimaschutzziele eingehalten, die Importabhängigkeit von Rohstoffen geht von allen untersuchten Szenarien sogar am stärksten zurück.
Mit Kohle das Klima schützen oder mit alten Atomreaktoren eine zukunftsfähige Energieversorgung aufbauen, ist wie mit Benzin ein Feuer löschen, sagt Karsten Smid. Eine in die Zukunft gerichtete Energiepolitik scheint in Deutschland nur gegen die notorischen Klimaschutzverweigerer der Energiekonzerne RWE, Vattenfall, E.ON und EnBW möglich. Greenpeace fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die Frontalangriffe der Energiebosse jetzt mit einem klaren Bekenntnis zu beantworten: Ja zum Atomausstieg! Und Ja zum Klimaschutzziel von 40 Prozent Reduzierung der Treibhausgase bis 2020.
Die Politik darf sich nicht von den Energiebossen erpressen lassen, sagt Karsten Smid. Die Abhängigkeit der deutschen Politik von den vier großen Energiemonopolisten ist ein weitaus größeres Problem als die auf dem Energiegipfel thematisierte Abhängigkeit von Rohstoffimporten.
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